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Burgheim, den 06. Juli 2011 – Nachdem der französische Fußballverband 2009 dieFreigabe für Kunstrasen auch in der Ligue 1 gegeben hatte, entschieden sich gleich zweifranzösische Erstligaclubs ab der Saison 2010/11 auf Polytan Fußballrasen zu spielen.Neben dem AS Nancy nutzte auch der der FC Lorient die Sommerpause 2010 dafür, seinHeimstadion – das Stade du Moustoir – mit Polytan LigaTurf RS+ CoolPlus Fußballrasenauszustatten. Nach der FIFA Recommended 2 Star Zertifizierung des Rasens, konnte derVerein bereits in dieser Saison alle Vorteile des neuen Belags gegenüber natürlichemRasen nutzen: gleichmäßige Spieleigenschaften, witterungsunabhängige Bespielbarkeitund kostengünstige Pflege.
Anfängliche Skepsis Doch nicht jeder beim FC Lorient war gleich zu Beginn der Saison gänzlich vom neuenBelag überzeugt. „Viele Leute, die sich zum Kunstrasen geäußert haben, kannten dieseOberfläche nicht“, erklärt Christian Gourcuff, Trainer des FC Lorient. „Man muss wissen,dass sich diese Kunstrasen-Generation völlig von den vorherigen unterscheidet. Häufigsind aber vor allem noch die alten Kunstrasen in Erinnerung, die weit mehr Verletzungenhervorriefen.“ Doch inzwischen sind alle Befürchtungen – auch bei der Mannschaft –ausgeräumt: „Die Spieler hatten zunächst noch ihre Zweifel, aber spätestens seit demHerbst war das kein Thema mehr.“ Speziell in Lorient, wo es im Winter sehr viel regnet,bietet der Polytan Fußballrasen bei jedem Wetter die optimalen Trainingsbedingungen.„Genau das haben wir uns erhofft, und das ist wirklich ein Mehrwert“, meint Gourcuff. Sokönnen auch die Trainingszeiten flexibler gestaltet werden: Insgesamt haben die Spielerdes FCL in dieser Saison 70 % ihres Trainings auf Polytan Fußballrasen absolviert.„Außerdem konnte ich „dynamischere“ Trainingsstunden einführen“, fährt ChristianGourcuff fort. „Auf Kunstrasen kann man die Wendigkeit besser trainieren.“
Weniger Verletzungen Eine der Hauptsorgen der Spieler, des technischen und vor allem des medizinischenStabs lag bei den Verletzungsrisiken, die zunächst als höher eingeschätzt wurden.„Aufgrund der Härte der Oberfläche hatten wir vor allem Sorgen wegen der Gelenke“, sagtVincent Detaille, Clubarzt des FC Lorient. Bedenken, die sich im Laufe der Saisonverflüchtigt haben. Durch eine Elastikschicht direkt unter der Rasenfläche wird dasVerletzungsrisiko der Spieler minimiert und eine gleichbleibend ebene Rasenoberflächesichergestellt. Die weichen Gummigranulate unterstützen die Elastizität, geben definiertenHalt für Beschleunigung und Richtungswechsel der Spieler. „Im Endeffekt hatten wirweniger Verletzungen: 75 gegenüber 82 in der letzten Saison.“ Generell haben sichMuskelbeschwerden um 18%, Bänderbeschwerden sogar um 23% verringert. Auch dieAnzahl der Sehnenverletzungen ist gesunken.
Optimistisch in die nächste Saison Durch die hervorragenden Trainingsbedingungen, konnte den Fans im Stade du MoustoirFußball auf höchstem Niveau geboten werden. Die Begegnungen mit Lille und OlympiqueMarseille, die in der Prime Time auf Canal+ ausgestrahlt wurden, machten auf das Spiel àla lorientaise aufmerksam und zählten zu denen, die bei den Zuschauern desPrivatsenders die meiste Beachtung fanden. So sehen Trainer, Spieler und Mitarbeiter desFC Lorient nach dieser ersten erfolgreichen Spielzeit auf Kunstrasen optimistisch in dienächste Saison.
Das gesamte Interview mit Christian Gourcuff und Vincent Detaille finden Sie infranzösischer Sprache unter http://www.fclweb.fr/actualite/article/terrain-synthetique-unbilan-positif
Das Interview führte Simon Rabaud
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